Wahlen 2026: Wahlprogramm
Im Grossen Rat möchte ich mich für folgende Themen einsetzen.
Klima, Energie
Klare Vorgaben für die BKW und alle anderen Stromversorger: Solarstrom muss gefördert und angemessen entschädigt werden; aus fossilen Energien und der Atomkraft ist vollständig auszusteigen.
Umdenken in der Energiepolitik: Gesetze, damit fossile Heizungen rascher ersetzt werden, Vorschriften für mehr Energieeffizienz für Unternehmen und Verwaltung, Förderung neuer Technologien.
Massnahmen, damit die zunehmenden Wetterextreme besser verträglich werden, besonders für vulnerable Gruppen: mehr Zugang zu Wasser im öffentlichen Raum, Entsiegelung von Flächen, Schatten und Grünflächen, Kampagnen zur Sensibilisierung der Direktbetroffenen wie auch der politischen Entscheidungsträger*innen in den Gemeinden.
Einen Velorouten-Express, um den Velo/E-Bike-Anteil am Verkehr von heute 9 Prozent auf 20 Prozent zu steigern.
Tempo 30-Zonen in allen Städten, Dörfern und Agglomerationen, Tempo 20-Begegnungszonen auf Quartierstrassen sowie Temporeduktionen auf Kantonsstrassen, für mehr Lebensqualität und Sicherheit.
Ausbau des öffentlichen Verkehrs vorab in Agglomerationen und ländlichen Gebieten, Vergünstigungen der ÖV-Abos für Jugendliche sowie Familien und weitere Personen mit kleinem Budget.
Innovative Landwirtschaft, Biodiversität
Ausbau der Fachstellen zur Förderung der Biodiversität und zur Bekämpfung invasiver Neophyten, besserer Schutz und Unterhalt der Biotope und weiterer Schutzgebiete auch in den Gemeinden.
Förderung der Biodiversität in den Siedlungsgebieten.
Stärkere Ausrichtung der landwirtschaftlichen Beratung auf Klimaverträglichkeit, Kreislaufdenken, Tierwohl, Bodenschutz, Humusaufbau und Biodiversitätsförderung.
Einführung eines Förderprogramms für klimaschonende Pilotbetriebe, Unterstützung des ökologischen Wasserkreislaufmanagements und der Agroforstwirtschaft. Unterstützung von Logistiklösungen für landwirtschaftliche Direktvermarktung.
Massnahmen für eine nachhaltige und gesunde Ernährung mit mehr frischen, saisonalen, in der Region produzierten Bio-Lebensmitteln, mit einer Stärkung der pflanzenbasierten Ernährung und weniger Food Waste. Öffentliche Einrichtungen, die Mahlzeiten anbieten, gehen dabei als Vorbilder voran.
Verbot von gesundheits- und biodiversitätsgefährdenden Pestiziden, Massnahmen zum verstärkten Schutz des Trinkwassers, Bekämpfung der Verschmutzung von Böden und Gewässern durch Mikroplastik und PFAS.
Sozialen Zusammenhalt, Gesundheit
Ergänzungsleistungen für Familien in prekären finanziellen Situationen.
Ausbau der Prämienverbilligung, so dass kein Haushalt mehr als 10 Prozent seines Haushaltseinkommens für Krankenkassenprämien ausgeben muss.
Ambulante Gesundheitszentren für Grundversorgung regional ausbauen und Ansiedlung von Hausärzt*innen in unterversorgten Regionen fördern, psychologische und psychiatrische Versorgung im ganzen Kanton ausbauen. • Verbesserung von Löhnen und Arbeitsbedingungen für Pflegefachpersonen in Alters- und Pflegeheimen wie auch in Spitälern.
Mehr Ausbildungsplätze für Pflege- und medizinische Berufe schaffen und attraktiver und zugänglicher machen.
Massnahmen ergreifen, damit Menschen, denen Sozialhilfe zusteht, diese auch beziehen, bedarfsgerechte Stärkung der sozialen Angebote, Arbeitsintegration erhalten statt liberalisieren.
Steuersystem, Wirtschaft
Umsetzung des Green New Deals: ein Impulsprogramm für die Grüne Wirtschaft. Mit 240 Millionen Franken jährlich sollen die Nationalbankgewinne gezielt in die Klimawende investiert werden.
Die Berner Wirtschaftsförderung unterstützt ausschliesslich Förderprojekte, die den Kriterien der Nachhaltigkeit und der Kompatibilität mit den Klimazielen entsprechen.
Verzicht auf Steuergeschenke für Reiche und Grossunternehmen, stattdessen schrittweise Steuerentlastung für kleine Einkommen und die wachsende Gruppe an Menschen, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind.
Schritte hin zu einem gerechteren Steuersystem durch die Abschaffung der Steuerprivilegien für Reiche, Einführung einer Steuer für hohe Erbschaften und ökologische Reform der Motorfahrzeugsteuer.
Ausreichende jährliche Investitionen, um die staatliche Infrastruktur zukunftsfähig zu machen; Verzicht auf unnötige Investitions- und Schuldenbremsen.
Pilotprojekte in der Kreislaufwirtschaft gemeinsam mit Unternehmen und Bevölkerung; Entwicklung und Umsetzung einer echten Strategie zur Förderung des nachhaltigen Tourismus zusammen mit den Tourismus-Gemeinden.
Gesellschaft
Kostenlose Kitas durch Integration der familienergänzenden Kinderbetreuung in das Bildungssystem und Einführung einer gesetzlich verankerten Elternzeit.
Ausbau der Finanzierung für Frauenhäuser und Beratungsstellen bei geschlechtsspezifischer Gewalt, Sicherstellung einer professionellen 24/7-Notrufnummer.
Wohnungen statt Zentren für Geflüchtete, Erhöhung der Nothilfe und menschenwürdige Bedingungen für abgewiesene Asylsuchende, Verbot von unterirdischer Unterbringung, mehr Mittel für Sprachkurse und Integration.
Flächendeckende Sensibilisierungsprogramme gegen Antisemitismus und Rassismus für Schulen und Freizeitinstitutionen.
Bildung, Kultur
Weitere schrittweise Erhöhung der Löhne von Lehrpersonen, Verkleinerung der Klassen, flächendeckende Einführung von Co-Teaching, Ausbau der Schulsozialarbeit in allen Gemeinden.
Einführung und Finanzierung von Frühförderungsangeboten in den Gemeinden zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit.
Sicherstellung der Hochschulfinanzierung ohne Erhöhung der Studiengebühren, Ausbau des Stipendienwesens.
Rasche Anerkennung von ausländischen Diplomen und Abschlüssen, Ausbau von Bildungsangeboten für Geflüchtete.
Stärkung der kulturellen Ausstrahlung des Kantons Bern und Ausbau der Kulturförderung insbesondere in ländlichen Gebieten.
Wahlprogramm als PDF
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